PHAs (Polyhydroxyalkanoate) sind halbkristalline Polymere, die zur Familie der aliphatischen Polyester gehören, bekannt für ihre hervorragenden Eigenschaften an biologischer Abbaubarkeit.
Diese Biokunststoffe – aus Verfahren gewonnen durch bakterielle Fermentation von nachwachsenden Rohstoffen wie beispielsweise Zucker, Pflanzenöle oder organische Abfälle – sind vollständig biologisch abbaubar und lösen sich auf, ohne giftige Rückstände in der Umwelt (Boden, Kompost, Süßwasser und Meeresumwelt) zu hinterlassen.
Materialeigenschaften
- Gute mechanische und thermische Beständigkeit
- Eignung für heiße Anwendungen
- Gute Barriere gegen Sauerstoff und Feuchtigkeit
- Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln, Ölen und Fetten
- Hohe UV-Beständigkeit.
Hauptanwendungen von PHAs
- Verpackungen: Tüten, Lebensmittelschalen, Behälter für Speisen und Getränke
- Einwegprodukte: Besteck, Strohhalme, Teller, Flaschenverschlüsse
- Kunstrasen, Angelköder...
Plasmabehandlung von PHAs
PHAs haben jedoch eine niedrige Oberflächenspannung was die Haftungsprozesse beim Drucken, Lackieren, Kleben, Veredeln und Beschichten beeinträchtigt.
Die atmosphärische Plasmabehandlung wird auf PHA-Oberflächen angewendet, um die Benetzbarkeit zu erhöhen und die Haftung der Beschichtungen ohne Ablösung zu gewährleisten. Plasma erleichtert beispielsweise das Drucken und Aufbringen von Logos auf dieses Material.
Test Ferrarini & Benelli
Unser Labor hat Behandlungsversuche an PHA-Proben (unterschiedliche Farben, glänzende und seidenmatte Oberfläche) durchgeführt und positive Ergebnisse bei der Verbesserung der Haftung in Anwendungen von Tampondruck erhalten.
Die analysierten Materialproben zeigten Folgendes:
Anfangswerte
Werte nach der Plasmabehandlung
- 36 - 42 dyne/cm
- in einigen Fällen: bis zu 50-52 dyne/cm.
Die Plasmabehandlung ist eine ausgezeichnete Alternative zu aggressiven chemischen Mitteln oder Lösungsmitteln, da sie keine Schadstoffe in die Atmosphäre freisetzt und die interne biologische Abbaubarkeit von PHA erhält.